Westfälische Doppelchance beim Haushahn Final 4
Gelingt der große Coup beim DHB-Pokal?
Am Karnevalswochenende wartet auf die westfälischen Top-Teams BV Borussia Dortmund und HSG Blomberg-Lippe ein echtes Highlight: das Haushahn Final 4 im DHB-Pokal der Frauen. Zwei der vier Halbfinalisten kommen aus Westfalen – und beide haben realistische Titelchancen.
Blick auf das erste Halbfinale:
Das Finalwochenende in Stuttgart verspricht hochklassigen Handball. Den Auftakt macht die HSG Blomberg-Lippe, die am Samstag um 16:30 Uhr auf die HSG Bensheim/Auerbach trifft. Blomberg, aktuell Vierter der Bundesliga, stellt mit Nieke Kühne die beste Pokal-Torschützin (21 Treffer in drei Spielen) und zählt zu den Titelanwärtern. Auch international läuft es momentan, denn die HSG schnappte sich in der vergangenen Woche das erste deutsche Achtelfinal-Ticket in der European League.
Bensheim/Auerbach, amtierender Vize-Meister, qualifizierte sich als Gruppensieger für das Viertelfinale der European League, bleibt in der Bundesliga jedoch hinter den Erwartungen. Mit einem ausgeglichenen Punkteverhältnis (18:18) belegen die „Flames“ aktuell Rang sechs. Ein Pokalsieg könnte ihnen dennoch die Tür zur erneuten European-League-Teilnahme öffnen. Zwar spricht die Tabellenlage leicht für Blomberg, doch Bensheim gewann das letzte direkte Duell deutlich mit zehn Toren. Alles deutet auf ein spannendes, offenes Halbfinale hin.
Blick auf das zweite Halbfinale:
Im zweiten Duell trifft der BVB auf den Top-Favoriten HB Ludwigsburg – ein echtes Schwergewicht des deutschen Frauenhandballs. Während Dortmund als Außenseiter ins Rennen geht, will der Club eine solide Saison mit einem Titel krönen. Zwar ist die Aufgabe enorm, doch der BVB ist das einzige Team, das dem HB Ludwigsburg in dieser Bundesliga-Saison Punkte abnehmen konnte.
Für Dortmund ist es die erste Final-4-Teilnahme seit dem Umzug in die Porsche-Arena, während Ludwigsburg dort Dauergast ist. In den letzten sieben Jahren erreichten sie stets das Final 4 und gewannen zwischen 2021 und 2023 dreimal den Titel. Zudem musste der BVB im Februar eine herbe 29:40-Niederlage gegen den Favoriten hinnehmen. Dennoch kann Dortmund befreit aufspielen und auf seine starken Torhüterinnen setzen. Nach dem European-League-Aus im Februar liegt der Fokus nun voll auf dem Pokal. Gelingt der Coup, wäre es der zweite Pokalsieg nach 1997. Doch mit Ludwigsburg wartet eine eingespielte Mannschaft, angeführt von der Spielerin der Saison 2023/24, Xenia Smits, und mehreren Nationalspielerinnen. Sie wollen ihre nationale Dominanz ausbauen und den vierten Pokalsieg in fünf Jahren feiern.
Die Bühne ist bereitet – gelingt Westfalen der große Wurf? Wir drücken die Daumen!
